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    Versicherungsmakler: Wie Sie aus Verträgen echte Kundenbeziehungen machen

    Im Versicherungsgeschäft entscheidet die persönliche Beziehung über Bestand und Empfehlung. Fünf Wege, wie Makler über den Vertrag hinaus wirken.

    9. Januar 2025 4 Min. Lesezeit

    Versicherungsmakler: Wie Sie aus Verträgen echte Kundenbeziehungen machen

    Im deutschen Versicherungsmarkt unterscheiden sich Anbieter im Produkt kaum noch. Die Beiträge liegen eng beieinander, die Bedingungen sind weitgehend austauschbar, die Vergleichsportale machen sichtbar, was sich vor zwanzig Jahren in dicken Ordnern verbarg. Was bleibt als Wettbewerbsvorteil? Die Beziehung. Nicht die zum Produkt – die zum Menschen, der den Vertrag betreut.

    Wer als Makler oder Versicherungsvermittler langfristig erfolgreich ist, gewinnt nicht über den Preis, sondern über das Gefühl, das beim Kunden über Jahre entsteht: Hier denkt jemand mit. Hier bin ich mehr als eine Police. Fünf konkrete Wege, wie das gelingt.

    1. Den Vertragsabschluss als Beginn, nicht als Ende verstehen

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    In den meisten Versicherungsverhältnissen verstummt die Kommunikation, sobald der Vertrag unterschrieben ist. Genau das ist der wirksamste Hebel, sich vom Wettbewerb abzuheben: Mit einer handgeschriebenen Karte zwei Wochen nach Abschluss signalisieren Sie etwas, das digitale Onboarding-Mails nicht leisten können.

    Konkret: „Vielen Dank, dass Sie sich für unsere Betreuung entschieden haben. Wir freuen uns über das Vertrauen und sind in den nächsten Jahren für Sie da – nicht nur im Schadenfall." Drei Sätze auf Karte, mit echter Handschrift, mit echtem Stift. Wer das einmal als Empfänger erlebt hat, vergisst es nicht.

    2. Anlässe aus dem Lebenslauf nutzen

    Versicherungsverträge sind Lebensphasen-Produkte. Hochzeit, Geburt, Hausbau, Berufseinstieg, Renteneintritt – jeder dieser Anlässe verändert die Versicherungssituation des Kunden. Wer als Berater die Anlässe aktiv anspricht, zeigt fachliche Präsenz und menschliche Nähe zugleich.

    Beispiele:

    • Eine Karte zur Geburt mit Hinweis auf eine kostenlose Beratung zur Risikolebensversicherung – ohne Werbedruck
    • Ein Gruß zum 18. Geburtstag eines Kunden-Kindes mit Hinweis auf Themen wie Auslandskrankenversicherung oder Berufsunfähigkeit
    • Eine Karte zur Pensionierung mit Glu¨ckwunsch und zurückhaltendem Hinweis auf neue Versicherungsbedarfe in der dritten Lebensphase

    Wichtig ist die Reihenfolge: Glu¨ckwunsch zuerst, fachlicher Hinweis erst danach – und nie ohne emotionale Substanz.

    3. Vertragsjubiläen als unterspielter Hebel

    Ein Vertrag, der seit fünf, zehn oder zwanzig Jahren läuft, ist eine Beziehung. Trotzdem feiern die wenigsten Versicherungsmakler diese Beziehung aktiv. Eine Karte zum Vertragsjubiläum mit persönlicher Note – ohne Verlangen, ohne Cross-Selling-Versuch – macht im Posteingang etwas, das selten ist.

    „Liebe Frau Müller, heute sind es zehn Jahre, seit wir Ihre Berufsunfähigkeitsversicherung betreuen. Danke für das Vertrauen. Falls Sie möchten, dass wir einmal gemeinsam prüfen, ob die Police noch zu Ihrer heutigen Lebenssituation passt – melden Sie sich gerne." Solche Zeilen wirken, weil sie nichts erzwingen.

    4. Proaktive Erreichbarkeit im Schadenfall

    Der Schadenfall ist der Moment, in dem sich entscheidet, ob aus einem Kunden ein langjähriger Kunde wird oder ein verlorener. Wer als Makler nicht nur die Schadenmeldung abwickelt, sondern aktiv begleitet, schafft Bindung, die kein Online-Anbieter erreichen kann.

    Eine kurze Karte nach Abschluss eines Schadenfalls – „Wir hoffen, dass alles gut für Sie verlaufen ist. Falls noch etwas offen ist, melden Sie sich" – setzt einen Schlusspunkt, der weit über den eigentlichen Vorgang hinaus wirkt. Im Idealfall folgt aus genau diesem Moment eine Empfehlung an Freunde oder Familie.

    5. Empfehlungsmarketing mit Niveau

    Empfehlungen sind im Versicherungsgeschäft der wertvollste Kanal. Die meisten Makler bitten zu spät darum – oder gar nicht. Eine Karte mit dem Inhalt „Falls Sie unsere Arbeit jemandem weiterempfehlen möchten, ist das das größte Kompliment" wirkt deutlich anders als eine Kampagne mit Rabatt­versprechen.

    Und wenn aus einer Empfehlung tatsächlich ein neuer Kunde wird? Eine zweite Karte zum Dank an den Empfehlenden – mit konkretem Bezug auf den neuen Kunden, mit echtem Inhalt, nicht nur als Standardgeste. Das schließt den Kreis und schafft die Voraussetzung für die nächste Empfehlung.

    Wie sich das in der Praxis umsetzen lässt

    Wer als Makler 200 oder 1.500 Kunden betreut, kann nicht jede Karte selbst schreiben. Hier setzt Briefheld an. Die Anbindung an Maklerverwaltungsprogramme ermöglicht:

    • Automatischer Versand einer Willkommenskarte nach Vertragsabschluss
    • Automatischer Versand einer Karte zu jedem hinterlegten Vertragsjubiläum
    • Automatischer Versand einer Karte bei dokumentierten Ereignissen wie Schadenmeldungen, Vertragsanpassungen, Geburtstagen
    • Manueller Versand individueller Karten an Schlüsselkunden – mit persönlichem Text, der vom KI-Assistenten vorbereitet werden kann

    Pro Karte fallen Stückkosten an, die deutlich unter der Provision liegen, die ein einziger zusätzlicher Vertragsabschluss generiert. Das macht den ROI in der Praxis sehr klar.

    Was sich messen lässt

    Drei Kennzahlen lohnen sich, wenn Sie Ihre Karten-Kommunikation systematisch aufbauen:

    • Stornoquote vor und nach Einführung: Ein Rückgang um auch nur einen Prozentpunkt rechnet sich bei vielen Beständen bereits
    • Empfehlungsrate: Wie viele neue Kunden kommen über bestehende Kunden? Mit einer aktiven Karten-Strategie steigt dieser Anteil typischerweise spürbar
    • Cross-Selling-Quote: Wie oft kauft ein Bestandskunde ein zweites Produkt? Hier wirkt die Karte indirekt, über das Gefühl der persönlichen Betreuung

    Häufig gestellte Fragen

    Ist der Aufwand realistisch für kleine Maklerbüros?

    Gerade für kleinere Büros lohnt sich die Automatisierung über Briefheld, weil sie ohne zusätzliches Personal funktioniert. Einmalig eingerichtet, läuft die Karten-Kommunikation über Jahre.

    Wie wirkt sich das auf Compliance und DSGVO aus?

    Die Nutzung von Bestandskundenadressen für Kundenbindungs-Maßnahmen ist in der Regel als Bestandteil der laufenden Geschäftsbeziehung zulässig. Briefheld arbeitet ausschließlich mit Servern in Deutschland und ist DSGVO-konform.

    Welche Texte sollten auf der Karte stehen?

    Drei Sätze reichen meist. Konkret werden, persönlich bleiben, keine Werbung im Vordergrund. Der KI-Assistent von Briefheld unterstützt mit Formulierungsvorschlägen.

    Lassen sich Karten in das bestehende Maklerverwaltungsprogramm einbinden?

    Briefheld bietet API- und Zapier-Anbindungen, über die sich die meisten gängigen Systeme anbinden lassen. Für individuelle Setups gibt es technische Beratung.

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